Etappenziel down under erreicht

Herzlich willkommen

Beim überschreiten der Schwelle des Flughafenausgangs flog mir doch glatt und sogleich eine riesige Faust in die Fresse! Diese hat mich für die ersten Tage außer Gefecht gesetzt! Die Luftfeuchtigkeit ist einfach erdrückend! Wenn sich die Wolken verziehen wird das Klima erträglich. Dann ist es nur sehr heiß. Sonnenschein – Staat mit 300 Tagen Sonne im Jahr. Die anderen 65 Tage hat die Kolonialmacht GB bekommen. Herzlichen Glühstrumpf!

Baum an Baum

Baum an Baum

Das andere Willkommen heißen!

Warum fühlt man sich an einer Grenze immer wie ein Terrorist behandelt. Genau. Weil man vom Staat als solcher eingestuft wird. Es gibt den Staat und alle die mit drin hängen und die anderen die alle durch die Bank weg Terroristen sein müssen. Quasi ein Naturgesetz! In Japan die ganze Tasche ausräumen und der Pinguin vom Staat checkt alles. Natürlich ist das ähnlich wenn man in ein Land der 5 eyes einreist oder schlimmer. Es wurde mein gebrauchtes Zelt ausgerollt und geprüft ob es schmutzig ist. Wenn es nicht durch kommt kommt es vielleicht in Quarantäne oder wird an Ort und Stelle verbrannt. Das klügste was man da machen kann ist seinen Pass mit ins Feuer zu schmeißen. Die Spinnen doch alle! Die Australier haben angst das man Bakterien einschleust die es hier nicht gibt und es alles dahinrafft. Hat ja schon mal gut geklappt als der weiße Pöbel hier eintraf und die Naturmenschen an Windpocken und solchen Krankheiten gestorben sind. Die Stasi ist ein Samariterorden gewesen gegen den heutigen Staat – Überwachung – Unsinn. Hiermit lege ich allen das Buch 1984 von George Orwell ans Herz. Ich habe es in China gelesen und komme aus dem Osten da bekommt das alles noch mehr Attitüde.

Schönster Wasserfall auf der Runde.

Millstream Fall! Schönster Wasserfall auf der Runde.

Cairns

Was gibt es zu Cairns zu schreiben. Es ist eine Stadt über die stündlich ein großer Aluvogel mit vielen Passagieren hinweg rauscht. That’s it!!

Keine Ordnung im Regenwald!

Keine Ordnung im Regenwald!

Die Ausbeute aus den ersten Tagen kann sich, ich denke, sehen lassen. Beim Mangroventrail bin ich leider leer ausgegangen. Kein Krokodil das mein Bein fressen wollte. Der erste bushwalk bot dafür gleich eine Begegnung mit einem kleinen Känguru (Walebee). Um genau zu sein 3 an der Zahl. Sehr putzig! Ohne rote Boxhandschuhe und kommunistischer Doktrin. Die sind zum abmurksen frei gegeben weil es zu viele gibt. Danach ging es ins Wasser. Tauchen an einem der Riffe des great barriar reefs war angesagt und echt abgefahren! Die Unterwasserwelt bietet halt nichts vergleichbares! Alle science fiction Autoren sind wohl Taucher. Daher die abgefahrenen Raumschiffe und Alieneier! Ohne je schnorchel gewesen zu sein musste ich beim ersten Tauchgang 5 min um mein Leben kämpfen. Dieser verdammte Kopf! Eigentlich ist alles OK. Luft ist ja da! Aber die feine Frau fass mich nicht an im Kopf denkt dank Umgebung kann nicht Atmen. 1. und wichtigste Regel beim tauchen (und so auch): höre nicht auf zu atmen!!!!!!!!!!! Als das aber überwunden war und Ruhe ins Oberstübchen einkehrte konnte ich den Rest des zu kurzen Tauchgangs abfeiern. Das schnorcheln danach war auch Weltklasse! Keine Ahnung wie die ganzen Fische heißen, interessiert mich eh ne. Ausgefallen Bund ist es unterm Spiegel, das steht fest! Nemo, Papageifisch und ein kleiner Hai (ca. 1m lang). Denen ist die Wassertemperatur die bei 26° liegt zu warm. Jeden das Seine! Der hat keine Notiz von mir genommen. Für den Hai bin ich was für uns die Fische sind. Nur Krähten drin und der hat keine Hände um sie aus dem Mund zu pulen. Da gibt es bessere Mahlzeiten. Deswegen fressen die auch so wenig Menschen! Durch die Umweltverschmutzung sind die Hai aber auf den Geschmack von Plastik gekommen. Die verschmähen ungern so ein Surfbrett. So ist der Mensch wieder an allen Schuld. Immer auf die Kleinen (und dummen in diesen Fall)! Am Nachmittag bei der 2. Runde schnorcheln wurde ich Seekrank. Musste fast in den Rüssel kotzen. Bestimmt ein Bild wert wenns Dicke aus dem Rüssel raus quillt! Mahlzeit!

Zeigt euch doch mal ihr Krokos!

Zeigt euch doch mal ihr Krokos!

Cairns - Milla Milla Falls - Millstream Falls - Mount Hypipamee National Park mit the crater - fucking Atherton - Cape Tribuation - am Meer zurück nach Cairns

Cairns – Innisfall – Millaa Millaa Falls – Millstream Falls – Mount Hypipamee National Park mit the crater – fucking Atherton – Mareeba – Mt Molly – Cape Tribuation – am Meer zurück nach Cairns

Cairns loop

Wenn man sich aus dem Sumpf der Partys aufraffen kann gibt es in der näheren Umgebung rund um Cairns einiges zu sehen. Viel Regenwald mit dem ein oder anderen Wasserfall. Queensland hat die größten Regenwälder der Erde zu bieten. Durch Naturschutz müssen auch die Australier Edelhölzer aus anderen Tropengebieten importieren. Deswegen werden die anderen Regenwaldgebiete eher kleiner! Bei den Wasserfällen bekommt man meistens einen kleinen Pool dazu in den man springen kann. In diesen ist das Wasser wirklich erfrischend! Nicht zu vergleichen mit der Badewanne pazifischer Ozean! An den ein oder anderen Pool stehen Schilder: „baden verboten“. Da das Leben meistens tödlich endet ist da schon der ein oder andere gestorben. Schlussfolgerung daraus ein Schild hin zu stellen erschießt sich mir nicht. Egal. Ich habe mir ein Auto geliehen und mit diesem habe ich eine Runde gedreht. Aller 20 – 50 km kann man aus dem Auto springen und zu einem Wasserfall laufen, einen Pfad durch den Urwald entlang schlendern, in einem See baden oder in große Löcher schauen die durch Gasexplosionen entstanden sind. Alles recht hübsch und an der Straße gibt es den ein oder anderen Zeltplatz auf dem man Nächtigen kann. Oft for free! Wenn man klaren Himmel hat will man nicht einschlafen. Die Sterne wirken zum greifen nah! Fast erdrückend. Der große Wagen hat in Australien die Deichsel im Wagen (die spinnen die Aussies!). Ein paar Mangrovenwälder hat es hier auch. Durch diese kann man auf Holzplanken durch wackeln. Überall stehen Schilder: „Krokodile nicht füttern“. Ist doch nur wieder Panikmache. Ich habe noch keines gesehen und ohne Nachtsichtgerät macht es auch keinen Sinn im Dunkeln da rum zu steuern. Im Norden liegt das cape tribulation. Thomas Cook ist da auf Riff gelaufen und hat den Ort verflucht! Da trifft der Regenwald den Strand und das Meer. Wegen Krokos wieder nichts mit baden und dadurch sind keine Sonnenanbeter zu treffen und der Strand ist ziemlich leer. Man kann den Strand entlang schlendern und auf seinen Atem achten somit man in diesem Moment verweilt und nicht im Geiste in seinen kleinen Sorgen rum wühlt. Ein paar Leute wohnen auch da. So habe ich einen Deutschen getroffen der da ein Haus hat. Der war mal ein Wohlhabender Mann mit mehreren Häusern über die Welt verstreut. Jetzt hat er noch eine Wohnung in Berlin und eine Bruchbude in Australien. So läuft das Leben! Wir haben etwas über Gott und die Welt geplaudert und er hat mir einen Mango Jackfruite Shake kredenzt. Sehr, sehr gut! Er hat mir von seinem Nachbar erzählt. Ein Fuchs! Der ist 87 und will nicht allein sein. Somit lädt er sich woofer zu sich ein. Die müssen etwas für ihn arbeiten bekommen im Gegenzug Unterkunft und Essen frei. Natürlich lädt er sich mit Vorliebe junge Dinger zu sich ein. Angeblich war gerade ein junges Mädel angekommen, 19 Jahre jung, die die Trennung ihrer Eltern nicht verkraftet und sich in Australien selbst sucht oder hofft alles zu verarbeiten um damit klar zu kommen. Die therapiert er nun. Gutes gelingen wünsche ich.

Regenzeit! Wiese, Wald, Meer!

Regenzeit! Wiese, Wald, Meer!

The tablelands

So wird das Hinterland von Cairns genannt. Queensland ist so was wie die Gottmutter Australiens. Diese Region versorgt ganz Australien mit Obst und Gemüse. Die Fruchtbarkeit des Bodens rührt daher das die Aborigines einen besonders reichhaltigen Stuhlgang haben und das Land kräftig vollschissen. Böse Zungen behaupten dagegen das die Fruchtbarkeit von den vulkanischen Aktivitäten komme, die vor langer langer langer langer Zeit hier herrschten. Der Boden in der heutigen Zeit ist vulkanischen Uhrsprungs und alles wächst und gedeiht prächtig in der roten Erde! Da die Aborigines vertrieben wurden wird man ja in den nächsten Jahren sehen welche der beiden Geschichten haltbar ist!

Wasserfälle gibt es genug. Meistens mit Pool und erfrischenden Wasser.

Wasserfälle gibt es genug. Meistens mit Pool und erfrischenden Wasser.

Mango rush oder mango rash?

Früh 4.45 Uhr klingelt der Wecker. Ich bin voller Vorfreude schon eher wach denn es geht zur Arbeit! Deutsches Blut!!! Kurzes Frühstück und dann fährt auch schon der Bus ab. Im Bus gebe ich mich noch meiner romantischen Vorstellung vom Früchte pflücken hin. Man lebt auf einer Farm mitten im Nirgendwo. Führt ein einfaches und gediegenes leben ohne Medien. Pflückt ein paar Früchte am Tag. Ist den ganzen Tag draußen unter der Sonne und zum Mittag legt man sich unter die Bäume und hält ein Nickerchen. Abends kommen alle zusammen. Es wird gegessen, getrunken, gelacht und manchmal getanzt. Später liegt man in der Hängematte und betrachtet den Sonnenuntergang. Die Bäuerin, gezeichnet von 10 Geburten mit Schlauchtitten bis zu den Knien, kommt nochmal vorbei. Streichelt jeden sanft über das Haupt. Sagt: Gute Arbeit heute, schlaft gut und gibt allen noch einen Kuss auf die Wange. Als dann schläft man zufrieden und wohlbehütet ein. Früh kommt die Bäuerin dreht die Hängematte um und die Morgenlanze küsst zuerst den Staub beim aufwachen. Man denkt man träumt noch und die Bäuerin hat sich in eine Militärhexe verwandelt die ihre zum schreien komischen Militärparolen in die frische Morgenprise schreit. Ähnlich ging es mir als der Bus von der Straße aus in eine Farm abbog und vor einer Industriehalle zum stehen kam. Das ist doch jetzt nicht euer ernst dachte ich mir! Noch schlimmer wurde das Befinden als alle aus dem Bus zielstrebig in die Halle marschierten. Ich war den Tränen nah! Nun schneide ich 10 – 12 Stunden am Tag Stiele von den Mangos und lege sie auf ein Band das die Mangos durch die Waschanlage befördert. Meine Hoffnung ist nun der Mango rush. Beim abschneiden der Stiele tritt aus dem Rest eine Art Säure aus von der man Verätzungen und schlimmen Hautausschlag bekommen kann. Meine Vermutung ist zwar das der Ausschlag von der Chemie kommt mit der man die Mangos besprüht um sie vor der Säure zu schützen. Egal, es muss sehr stark jucken und die Leute kratzten wie die verrückten. Einer im Hostel hat es ohne Handschuh und im T-shirt gemacht. Den sein ganzer Körper leuchtet rot und ist geschwollen. Sieht nicht gesund und nicht zum nachahmen aus.

Mango, Mango, Mango.

Mango, Mango, Mango.

Mango diaries

4:30 klingelt der Wecker, Zähnen putzen, etwas Müsli mit Milch in die Figur und Essen für den Tag zurecht machen. 5:15 fährt der Bus zur Farm/Halle. 6:30 Arbeitsbeginn. 3 Stunden schneide ich mit anderen jungen Hüpfern Stiele von Mangos ab. Nach den 3 Stunden gibt es eine halbe Stunde Pause und das ganze geht von vorn los. Das Prozedere wiederholt sich am Tag 3 – 4 mal. Danach geht es mit dem Bus in die zugemüllte Lodge zurück. Da gibt es noch was zwischen die Zähne und ab ins Bett. Ich lebe meinen australischen Traum!!! Das ist ein todsicheres Konzept das letzte bisschen Kind in einem zu zerstören!!!!!!!!!!!!!! Ich bin gerade kein Mensch. Die Gefühle sind abgestellt. Denken fällt schwer und die Vergesslichkeit steigt. Die Tage ziehen wie in Trance an mir vorbei. Ich frage mich wie man so Stumpf werden kann aber kein Wunder bei so einem Leben. Ich kann mir nicht mal vorstellen das der Ausweg Alkohol da hilft. Mir ist klar das ich vorher 9 Monate nicht arbeiten war und nachher nicht gleich wieder. Wie kann man so ein Leben lang dahin vegetieren. Das ist doch kein Leben! Zombieworld trifft es eher!! Wenn jemand was für die Kinder tun will dann bleibt bei ihnen und rennt nicht jeden Tag zu so etwas. Reanimierung des kapitalistischen Traums fehl geschlagen!!! Zum Glück!!!!

banana humping

banana humping

Farm work diaries

So stelle ich mir das schon eher vor! Diesmal wurde ich mit dem Bus zu einem Feld gekarrt. Gut das der Host vorher nichts gesagt hat. Wir befanden uns mitten im Nirgendwo und die Regenzeit beginnt gerade. Mein Cape lag im Hostel und ich hatte 1 Liter Wasser dabei. Beste Voraussetzungen für einen gelungenen Arbeitstag! Wir, 4 an der Zahl, wurden auf einem Erdnussfeld ausgesetzt. Im Vorjahr wuchsen wohle Kürbisse auf diesem. Von diesen kamen noch ein paar Nachzügler aus der Erde und die mussten wir mit Wurzel entfernen. Kein Farmer weit und breit und den ganzen Tag an der frischen Luft mit ein paar kurzen Schauern. Endlich mal ein Job für einen Fahrradterroristen! Wir haben auch ein bisschen gearbeitet aber auch genügend Pausen gemacht die irgend jemand zahlen muss! So lässt es sich aushalten. Noch besser bei 14 Euronen Stundenlohn und gleichzeitig Mindestlohn! Ob hier dann mehr übrig bleibt als in Schland will ich bezweifeln. In Schland ist einfach Essen und Trinken zu billig!!! Weiter ging es mit Mango picking. Diese Tätigkeit ist auch OK. Meistens ist der Boss nicht dabei und die anderen Arbeiter der Farm sind recht in Ordnung. Auch da arbeitet man unter freien Himmel und es kommt ab und an ein Schauer. Einmal war ein Blitz zu sehen und direkt folgte der Donner. Sehr laut und ich würde behaupten sehr nah! Schock schweres Boot! Das pflücken läuft bei jeder Farm anders. Bei einer habe ich mit Hand gepflückt und bei anderen mit Gartenschere und Greifer damit man auch die Mangos die weiter oben hängen abnehmen kann. Beim Hand pflücken bekommt man einiges von der Säure ab und die Hände sehen nach 2 Tagen aus als hätte man 30 Jahre in der Erde gebuddelt. Das waren 4 Wochen Mango rush/rash! In diesen 4 Wochen sind 2300 Doller hängen geblieben. Ich weiß nicht ob man irgend wo anders so schnell, so leicht und ohne Ausbildung so viel Geld verdienen kann. In Bayern sind in guten Monaten bei mir 700 Euronen hängen geblieben. Kein Vergleich und so viel teurer ist es hier auch nicht! Nicht alles!

Ausschlag

Ausschlag

Weil es gerade passt!

Da ich wohl keinen Blog mehr zu China veröffentliche aber ich noch was los werden will und es gerade passt schreibe ich diese Zeilen now nieder. Wir denken diese Gruppe der Gesellschaft führt ein schreckliches Leben wegen schlechter Arbeitsbedingungen und noch schlechterer Löhne. Was ich erlebe auf den Straße fremder Länder sagt mir oft was anderes. In den großen Städten an der Ostküste Chinas hat der gehetzte way of life aus dem Westen Einzug erhalten. Die Leute stromern wie Zombies durch die Welt und kommen nicht mehr klar. Nicht so die Randgruppen, die Wanderarbeiter z.B.. Ich gehe in Schanghai an einer Baustelle vorbei. Die Arbeiter kommen gerade vom Mittag zurück auf die Baustelle. Alle lachen. Als sie die Weißwurst sehen geht das grinsen rund um den Kopf und es werden blöde Scherze gerissen. Die ganze Gruppe bricht in Gelächter aus. Ich verstehe kein Wort und freue mich über die lachende Meute gut gelaunter Menschen. Undenkbar wenn man an einer Meute Bürobürger vorbei geht. Da muss man eher Angst haben das sie einen beißen und essen wollen und nach den letzten Zombiefilmen können die ja jetzt auch noch schnell rennen. Nun da ich so ein ähnliches Leben mal gekostet habe kann ich das auch verstehen (meine Arbeitsbedingungen waren deutlich besser, ich weiß!). Es ist ein einfaches Leben. Die Unterkunft steht direkt neben der Baustelle. Man brauch sich um nichts kümmern wenn man den Job erst mal hat. Für essen wird gesorgt und Prostituierte gibt es auch genug. Leute kommen und gehen und die Baustellen wechseln. Ein paar Taler muss man der Familie schicken die man nicht oft sieht. Nur so funktioniert doch ein glückliches Familienleben! Im Gegensatz zum Büroalltag könnte man auch behaupten das körperliche Arbeit und Anstrengung förderlich für ein ausgeglichenes Selbst sind. Das sollte sich der ein oder andere Geistliche egal welcher Konfession auch zu herzen nehmen! Bei mir war es ähnlich bis auf das ich selber für mein täglich Brot verantwortlich war. Ansonsten wurde mir die Arbeit zugeteilt und ich wurde hin gekarrt. Essen, arbeiten und schlafen, brauch man mehr? Ich schon aber es ist auch für mich eine willkommene Abwechslung zu ständigen Ortswechseln und Sehenswürdigkeiten. Nach 4 Wochen reicht es mir aber erst mal wieder. Wenn das unnötige Stress gemache nicht wäre müsste ich die Reise wohl nicht machen. Sind wir ehrlich zu uns selbst. Wir sind alle reich und es macht einfach keinen Sinn mehr zu wollen. Easy going und mehr soziale Kontakte und die Welt ist wieder in Ordnung. Dafür müssen eben erst die Regierungen, Mächtigen und der Zentralismus weg. Gutes gelingen!

Mangroven. Das die noch wissen welche Würzeln zu welchen Bäumen gehören.

Mangroven. Das die noch wissen welche Würzeln zu welchen Bäumen gehören.

Zeitreisen

… sind doch möglich. Vielleicht nicht durch Raum und Zeit aber doch zurück in andere Epochen. Ab ins Flugzeug nach Australien und man ist bei den Anfängen der Industrialisierung. Man verlässt auf dem Papier nicht mal die 1. Welt! Man trifft hier Dinge die in Europa lange ausgestorben sind. Die kostenlose Plastiktüte zum Beispiel. Man bekommt sie bei jeden Einkauf und die Leute wundern sich auch hier wenn man eine schon benutze mit bringt und diese nutzen möchte. Ein WE – Einkauf mit 10 – 20 Tüten ist hier keine Seltenheit und wiederholt sich wöchentlich. Weiter geht die Reise. Nach der Lehmann Pleite für mich eine Farce. Checks. Ich musste mir ein Bankkonto in Australien eröffnen. Gehe in die Bank und sehe vor mir den Kunden mit Checks dealen. Eigentlich wollte ich schreiend weg rennen. So einem Institut vertraut man doch sein Geld nicht an. Malen kann ich auch! Grotesk!! Beim arbeiten kommt dann der Clou. Da wird noch die gute alte Angst kreiert anstatt wohlfühlen. Furcht anstatt Freude bei der Arbeit! Es gibt viele billige und junge Arbeitskräfte und somit wird halt einfach mal einer ohne Grund entlassen damit die anderen sehen wie es läuft wenn sie nicht spuren. In Schland halt nicht möglich da wir nicht viele sind und Qualität anstatt Quantität produzieren. Wir setzen auf Selbstverantwortung und hier steht einer mit der Peitsche hinter dir und stammelt hurry up. Bei uns versucht man ein 2. Wohnzimmer auf Arbeit zu kreieren damit die Leute lange bleiben und rund um die Uhr erreichbar sind und hier will man das sie in Angst leben ihren Job zu verlieren. Ob nun die Ehe mit Job besser ist als das gute alte du kannst nicht mit aber auch nicht ohne Dilemma kann ich nicht beantworten. Nach meiner Erfahrung in der groß industriellen Farmwirtschaft weiß ich für mich das ich das nicht nochmal brauche! Zum anderen glaube ich auch das die Ehe mit dem Betrieb bei der Mehrzahl besser läuft als die mit einem andern Individuum. Das ist schon etwas traurig!! Für mich ist es cool zu sehen wie es hier läuft und da es scheinbar läuft wird sich auch nichts ändern. Bei beiden wegen wird versucht den sozialen Kontakt auf Arbeit zu negieren. In Schland klappt das eben auch neben der Arbeit was sich in Australien noch nicht einstellt. Ich denke es wird sich erst was ändern wenn der soziale Kontakt vollständig aus der Arbeitswelt verbannt wird. Dann werden die Leute wohl realisieren warum sie wirklich jeden Tag zur Arbeit rennen. Wir sitzen allein in unseren Eigenheimen und können es kaum erwarten das wir wieder auf Arbeit kommen. Es ist den meisten noch nicht richtig klar das sie zu einem ordentlichen Leben vor allen sozialen Kontakt benötigen und das dieser gleich nach der Nahrung kommt. Was sind wir den ohne Bindungen zu anderen Menschen? Kommt Maschinen wohl recht nah! Aber in der Schule werden geniale Kinderhirne mit so einem Mist wie der Bedürfnispyramide gewaschen. Dazu fällt mir wieder mal nur eins ein: „bekackt!!“.

kleiner Wasserfall.

kleiner Wasserfall.

Mein Beitrag zur Konsumkritik

Ich muss ja auch mal was kritisch betrachten, nicht? Gewisse Sachen sind hier in Australien sehr teuer. Alkohol und Zigaretten gehen eigentlich nur selten. Aber das macht jeder wie er will und die meistens konsumieren artig und vor allen fleißig. Aber natürlich gibt es auch eine Gegenrichtung. Diese nennt sich ich glaube Minimalismus. Darüber gibt es viele Blogs im Internet. Manche von denen gehen so weit nicht nur den Überkonsum an Genussmitteln in Frage zu stellen sondern legen sich auch auf weniger Zeilen zu füllen. Da ich es nicht so mit Fachausdrücken habe nenne ich meine Sache einfach mal gesunden Konsum. Für mich und für die Umwelt. Da es nur noch Lord der Sith zu geben scheint finde ich diese Richtungen parodieren sich nur selbst. „Den nur die Lord der Sith kennen nur extreme! (Angela Merkel)“. Also wenn der Kopf kreist dann fülle die Zeilen und halte nichts zurück. Keine Einschränkung den Gehirnaktivitäten bitte. „Die Gedanken sind frei! (Gerhard Schindler)!“ Wieder zum Punkt. Wenn man will kann man hier also richtig Geld verprassen. Ich habe einen Engländer getroffen der mit 12000 Doller eingereist ist. Die haben 2 Monate für 2 Personen gereicht und dann ab auf die Mangoplantage. Australischer Traum! Bei mir sollte das für ein Jahr oder länger reichen. Mal schauen. Ich versuche einen anderen Weg einzuschlagen. „Weniger ist mehr (Lehman brothers)!“ Was bringt es mir mich jeden Tag voll laufen zu lassen oder 3 Steaks zu futtern. Irgendwann ist es kein Genuss mehr, nur noch Alltag! Reisen ist für mich die berauschendere und wichtigere Droge von der ich mehr brauche. Bekommt man nur auf der Straße und auf keinen Fall im Supermarkt gegen bares! Ab und an mal ne Dosis Adrenalin muss auch sein. Ich bin des wegen nicht die totale Spaßbremse geworden (nur für die Konzerne). Ich trinke weiterhin Bier. Gönne mir Fleisch und gestern gab es einen Käsekuchen. Göttlich! Aber alles in Maßen und nicht in Massen. Ich denke nicht das ich mein verpfuschtes Leben mit irgend welchen Genussmittel lebenswerter machen kann. Zur Zeit muss ich das auch nicht. Nicht nur die Umwelt und mein Körper profitieren davon. Vor allen auf meinem Zeitkonto hat sich was getan. Wenn ich alles haben muss und fresse bis ich platzte dann muss ich mir das auch verdienen. Nicht alle aber der große Teil von uns! Somit habe ich mehr Zeit für mich wenn ich weniger Konsumiere. Ich brauche nicht so viel Geld und muss somit nicht so lange arbeiten. Ich habe mir für dieses Jahr vorgenommen weniger zu arbeiten als im letzten. Das wird zwar sehr schwer da ich im letzten nur die ersten beiden Monate angestellt war. Der Februar ist kurz und 3 Wochen Urlaub mussten auch noch weg. Ich glaube das ich dieses Jahr knapp über die Arbeitstage im letzten Jahr komme. Woofen nicht mit eingerechnet. Meine Hostelmitbewohner können mich alle nicht verstehen das ich keinen Alkohol trinke und ich kann sie nicht verstehen das sie ihr Geld in Rauch verwandeln. Bei dieser beschissenen Arbeit bekomme ich das nicht auf die Reihe bis zu 20 Doller für eine Schachtel Kippen auszugeben. Eine Stunde arbeiten für 20 Glühstängel! Also Zusammengefasst: weniger Konsum = weniger arbeiten müssen = besseres Leben und mehr Zeit zum Leben! Gute Besserung!!!

Strände gibt es jetzt wohl öfter hier zu sehen.

Strände gibt es jetzt wohl öfter hier zu sehen.

Sonstiges

„Heute rot, morgen Tod“ (australisches Sprichwort). Da sich das Ozonloch über dem Südpol stärker öffnet als über dem Nordpol bekommen die Aussies auch was davon ab. Als wäre es nicht schon genug das dich jedes Tier hier umbringen kann muss die Sonne auch noch ihren Teil dazu beitragen. 2 von 3 Australier bekommen ein mal Hautkrebs in ihrem Leben und die Zahl der Toten ist nicht mehr zu vergleichen mit den Opfern von Haien! Es gibt große Kampanien um die Leute gegenüber Sonnenschutz zu sensibilisieren. Die Kinder laufen nicht mehr nackt herum und in den Schulen heißt es „ohne Hut darf man draußen nicht mitspielen“. Die Kehrseite der Medaille ist das die Leute zu ängstlich werden und gar nicht mehr in die Sonne gehen. Die Folge davon wiederum ist Vitamin D Mangel. Mehr dazu auf diesen 2 Seiten.

Da, schon wieder Strand.

Da, schon wieder Strand.

Australien erinnert mich immer wieder an die Ramschbude Indien. Die würden hier auch ihre Mutter an die Touristen verscherbeln wenn sie jemand nehmen würde. Man kann in travel agency erst mal den halben Preis fordern und man trifft sich bei ¾ des Preises. Geht eigentlich gar nicht aber was solls.

Ob das Zeug auch gegen ein Biß vom Kroko hilft bezweifel ich. Erste Hilfe bei Jellyfish Attacken.

Ob das Zeug auch gegen ein Biß vom Kroko hilft bezweifel ich. Erste Hilfe bei Jellyfish Attacken.

„Schwarz Weiß“! Am 26 Januar feiern die Neuaustralier den Australia Day um an die ersten britischen Siedler zu gedenken. Die Gegendemo stellen die Altaustralier. Für die ist es ein Trauertag als ihnen das Land entrissen wurde. Sie nennen den Tag invasion day oder day of mourning. So nah liegt Freud und Leid. Es stehen 200 + Jahre weißer Blödsinnskultur gegen 40000 bis 60000 Hochkultur. Die einen gegen die Natur die anderen mit dieser.

Auch in Australien werden Kommunisten gejagt!

Auch in Australien werden Kommunisten gejagt!

 

 Fucking backpackers! Steel our job and fuck our wifes!

(Hinterwäldler Aussie)

Es gibt im Land 500000 Aborigines die eher schlecht integriert sind. Warum werden die nicht als billige Arbeitskräfte missbraucht? Die spielen wohl zu oft blöde. Nicht so ein 18jähriges Bürschchen das gerade seine letzten Kröten für Nutten und Koks ausgegeben hat und dringend Geld braucht. Der biedert sich für alles an ohne aufzumucken. Hauptsache es fallen ein paar Taler in die Geldbörse und das Spiel beginnt von neuen. Die Abos zwischen den Kulturen wissen nicht wohin. Zurück in den Wald können sie nicht weil sie es nicht überleben würden und in die neue Welt der Weißen wollen sie nicht weil die stinkt. Da bleibt nur der Suff der meist vom Staat finanziert wird. Ein Teufelskreis und für keine Partei eine Dauerlösung!

gefunden!

gefunden!